Alexandrit

Alexandrit
Chemismus BeO · Al2O3
Mineralklasse Oxide; Verhältnis Metall:Sauerstoff = 3:4
IV/B.07-10 (nach Strunz)
Kristallsystem Orthorhombisch
Kristallklasse orthorhombisch-dipyramidal
Farbe farblos, gelb-goldgelb, braun, grün, blau-grün
Strichfarbe weiß
Mohshärte 8,5
Dichte (g/cm³) 3,68-3,80 g/cm3
Glanz Glasglanz, Fettglanz
Transparenz durchsichtig bis durchscheinend
Bruch muschelig bis uneben
Spaltbarkeit höchst vollkommen
Habitus tafelige Kristalle, zyklische Zwillinge
häufige Kristallflächen
Zwillingsbildung zyklische Durchdringungs-Drillinge bei Alexandrit
Kristalloptik
Brechzahl
(Durchschnitt): Ural na= 1,745 ; ng= 1,754
Doppelbrechung
(optische Orientierung)
ng – na = 0,009 bis 0,011 ; zweiachsig positiv
Pleochroismus
schwach bis stark
Winkel/Dispersion
der optischen Achsen
2vz ~
weitere Eigenschaften
Phasenumwandlungen
Schmelzpunkt
chemisches Verhalten
ähnliche Minerale Grossular, Andalusit, Skapolith
Radioaktivität nicht radioaktiv
Magnetismus nicht magnetisch
besondere Kennzeichen
Bilder


Geschichte


Alexandrit wurde nach dem russischen Zaren Alexander II. ( 1818-1881 ) benannt. Grün und rot waren die Farben der russischen Armee. Er wurde erstmalig 1830 im Ural entdeckt.

Bildung und Fundorte


Alexandrit zeigt sich in rhombischen Kristallen, oft als Durchdringungsdrilling, dessen Kristalle sich im 60° Winkel schneiden. Diese sind in der Regel in Glimmerschiefer eingewachsen. Sein Chromgehalt ist für seinen Farbwechsel verantwortlich: bei Tageslicht erscheint er grün, Kunstlicht läßt ihn rot erscheinen. Eine Varietät ist das Alexandrit Katzenauge, welches meist keinen Farbwechsel aufzeigt.

Verwendung


Seit dem 19. Jahrhundert als Schmuckstein begehrt.

Fälschung und Imitationen


Dubletten aus Granat und grünem Glas zeigen sogar guten Farbwechsel.. Synthetischer Alexandrit ist nicht nur als Fälschung bekannt, sondern findert auch in der Raumfahrt Verwendung.

Literatur


Weblinks