Azurit

Azurit
Chemismus Cu3(CO3)2(OH)2
Mineralklasse Wasserfreie Carbonate mit fremden Anionen
V/C.01-010 (nach Strunz)
16a.2.1.1 (nach Dana)
Kristallsystem monoklin
Kristallklasse monoklin-prismatisch 2/m
Farbe tiefblau (Azur)
Strichfarbe blassblau
Mohshärte 3,5 bis 4
Dichte (g/cm³) 3,8
Glanz Glas- bis Fettglanz
Transparenz durchsichtig bis undurchsichtig
Bruch muschelig
Spaltbarkeit gut bis vollkommen
Habitus prismatische, stenglige und tafelige Kristalle; pulverige Aggregate
häufige Kristallflächen
Zwillingsbildung
Kristalloptik
Brechzahl
α=1,730 β=1,758 γ=1,838
Doppelbrechung
(optische Orientierung)
Δ=0,108 ; zweiachsig positiv
Pleochroismus
deutlich hellblau-dunkelblau
Winkel/Dispersion
der optischen Achsen
2vz ~
weitere Eigenschaften
Phasenumwandlungen
Schmelzpunkt
chemisches Verhalten reagiert stürmisch auf Salzsäure
ähnliche Minerale Dumortierit, Malachit, Lapislazuli
Radioaktivität nicht radioaktiv
Magnetismus nicht magnetisch
besondere Kennzeichen
Bilder


Geschichte


Azurit (Synonyme: Bergblau, Chessylit, Kupferblau, Kupferlasur) erhielt seinen Namen 1824 von dem französischen Mineralogen Francois Beudant durch Anlehnung an die Farbe Azur (blau).
Bildung und Fundorte


Azurit ist ein Sekundärmineral, das durch chemische Verwitterung, bzw. die Einwirkung von sauerstoff- und kohlensäurehaltigen Grund- und Sickerwassern auf kupferhaltigem Gestein entsteht.Wasseraufnahme wandelt sich Azurit relativ schnell in Malachit um und ist deshalb oft mit ihm verwachsen (Azurit-Malachit). Auch die Pseudomorphose von Malachit nach Azurit ist möglich.

Vorkommen in Queensland/Australien, Guandong/China, Chile, Chessy/Frankreich, Touissit/Marokko, Tsumeb/Namibia, Arizona und Utah in den USA.

Verwendung


Früher diente Azurit zur Herstellung blauer Farbe, in neuerer Zeit auch als Sammlerobjekt und Schmuckstein.

Fälschung und Imitationen


Da Azurit sehr weich ist, wird er meist mit Kunstharz stabilisisiert, was ihm auch mehr Glanz verleiht. Auch wird Staub von Azurit und Malachit rekonstruiert, um den beliebten Azurit-Malachit nachzuahmen.
Literatur


Weblinks