Calcit (Kalzit, Kalkspat)

Calcit (Kalzit, Kalkspat)
Chemismus Ca[CO3]
Mineralklasse wasserfreie Carbonate ohne fremde Anionen
5/B.02-20 (nach Strunz)
14.1.1.1 (nach Dana)
Kristallsystem trigonal
Kristallklasse ditrigonal-skalenoedrisch 3 2/m
Farbe meist farblos, milchig weiß, grau, gelb, rosa, rot, blau, grün, braun bis schwarz
Strichfarbe weiß
Mohshärte 3
Dichte (g/cm³) 2,6 bis 2,8
Glanz Glasglanz, auch Perlmuttglanz
Transparenz durchsichtig bis undurchsichtig
Bruch muschlig, spröde
Spaltbarkeit vollkommen nach (10 1 1)
Habitus sehr unterschiedlich, Konkretionen, oolithisch, stalaktitisch, körnig, massig
häufige Kristallflächen
Zwillingsbildung
Kristalloptik
Brechzahl
ω=1,640 bis 1,660 ε=1,486
Doppelbrechung
(optische Orientierung)
Δ=0,154 bis 0,174 ; einachsig negativ
Pleochroismus
farblos
Winkel/Dispersion
der optischen Achsen
2vz ~ bis 25°
weitere Eigenschaften
Phasenumwandlungen
Schmelzpunkt
chemisches Verhalten in kalten, verdünnten Säuren unter heftigem Brausen löslich
ähnliche Minerale Aragonit, Dolomit
Radioaktivität nicht radioaktiv
Magnetismus nicht magnetisch
besondere Kennzeichen sehr starke Doppelbrechung, teilweise Fluoreszenz in rot oder orange
Bilder


Geschichte


Calcit, auch Kalzit oder Kalkspat, ist ein sehr häufig vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der wasserfreien Carbonate ohne fremde Anionen. Es kristallisiert im trigonalen Kristallsystem mit der chemischen Zusammensetzung Ca[CO3] und entwickelt verschiedene Kristall- beziehungsweise Aggregat-formen (Habitus), die entweder farblos oder von milchig weißer bis grauer, durch Verunreinigungen auch gelber, rosa, roter, blauer, grüner, brauner oder schwarzer Farbe sein können.

Bildung und Fundorte


 

Vorkommen weltweit, Hauptlieferländer: Brasilien, Mexico und USA.

Verwendung


Als Baustoff für Platten und Mörtel, Rohstoff für Chemikalien, Düngemirttel und Kosmetika. Selten als Schmuckstein.

Fälschung und Imitationen


Calcit läßt sich aufgrund seiner porösen Beschaffenheit leicht färben.

Literatur


Weblinks