Chrysokoll

Chrysokoll
Chemismus Cu4H4[(OH)8|Si4O10] · n H2O
Mineralklasse Ringsilicate (Cyclosilicate)
Kristallsystem orthorhombisch
Kristallklasse
Farbe blau, türkis und grün in verschiedenen Zusammensetzungen und Farbtönen
Strichfarbe grünlich weiß
Mohshärte 2 bis 4
Dichte (g/cm³) 2,0 bis 2,4
Glanz Glasglanz, Fettglanz, erdig matt
Transparenz schwach durchscheinend bis undurchsichtig
Bruch muschelig, uneben
Spaltbarkeit keine
Habitus mikrokristalline, nadelige Kristalle, traubige, erdige Aggregate
häufige Kristallflächen
Zwillingsbildung
Kristalloptik
Brechzahl
ω=1,460 &epsilon=1,570
Doppelbrechung
(optische Orientierung)
Δ=0,110 ; einachsig positiv
Pleochroismus
farblos – blass blaugrün
Winkel/Dispersion
der optischen Achsen
keine
weitere Eigenschaften
Phasenumwandlungen
Schmelzpunkt
chemisches Verhalten
ähnliche Minerale Türkis, Variscit
Radioaktivität nicht radioaktiv
Magnetismus keiner
besondere Kennzeichen
Bilder


Geschichte


Der Name Chrysokoll bedeutet Goldleim und leitet sich vom griech. chrysos=Gold und kolla=kleben ab. In der Antike wurden kupferhaltige Mineralien von Goldschmieden als Flußmittel zum Löten und zur Granulation verwendet. Brochant de Villiers ordnete 1808 diesem Mineraral endgültig seinen Namen zu.

Bildung und Fundorte


Chrysokoll entsteht als typisches Sekundärmineral und geht durch Umwandlung (Verwitterung oder Metamorphose) aus kupferhaltigen Mineralien oder Gesteinen hervor. Er findet sich wie Azurit, Cuprit und Malachit hauptsächlich in Kupferlagerstätten. Bedeutende Vorkommen sind in Arizona (USA), Namibia, Peru und Zaire. In Eilat/Israel findet sich die Verwachsung von Chrysokoll mit Malachit und Türkis und wird entsprechend als Eilatstein bezeichnet. Eine weitere Varietät ist der Chrysokollquarz, ein Gemenge aus Chryskoll und Quarz.
Verwendung


Wegen seiner lebhaften Farbgebung ist der Chrysokoll ein beliebter Schmuckstein. Da er als Kupfermineral über giftige Eigenschaften verfügt, wird er als Antifouling-Zusatz für Unterwasseranstriche im Schiffsbau verwendet.
Sternzeichen


Wassermann, Fische

Fälschung und Imitationen


gelegentlich werden farblose Chalcedone gefärbt;

 

Literatur


Weblinks