Dumortierit

Dumortierit
Chemismus Al7[O3/BO3/(SiO4)3] + Mn Aluminium-Borat-Silikat
Mineralklasse Insel-Silikat
Kristallsystem orthorhombisch
Kristallklasse
Farbe tiefblau, grau bis violettblau, rotbraun
Strichfarbe weiß
Mohshärte 7 Kristalle 8,5
Dichte (g/cm³) 3,26 – 3,41
Glanz matt bis Seidenglanz
Transparenz durchscheinend bis undurchsichtig
Bruch muschlig
Spaltbarkeit gut
Habitus fasrige Aggregate
häufige Kristallflächen
Zwillingsbildung
Kristalloptik
Brechzahl
1,678-1,689
Doppelbrechung
(optische Orientierung)
-0,015 bis -0,037
Pleochroismus
stark: schwarz, rotbraun, braun
Winkel/Dispersion
der optischen Achsen
keine
weitere Eigenschaften
Phasenumwandlungen
Schmelzpunkt
chemisches Verhalten
ähnliche Minerale Dumortieritquarz
Radioaktivität
Magnetismus
besondere Kennzeichen
Bilder


Geschichte


Dumortierit wurde vor ca.150 Jahren entdeckt und 1881 nach dem französischen Paläntologen Eugène Dumortier benannt. Mit Quarz verwachsener Dumortierit wird als Dumortieritquarz bezeichnet.

Bildung und Fundorte


Meist entsteht Dumortierit primär aus kiesel- und borsäurehaltigem Magma. Wenn genügend Borsäure angereichert ist,S bildet er sich liquidmagmatisch bei der Restkristallisation in Pegmatiten. Tertiär entsteht Dumortierit bei Kontaktmetamorphose in vulkanischem Umfeld oder in regionalmetamorphen Umwandlungsprozessen. Fundstellen in Brasilien, Frankreich, Madagaskar, Mosambik, Namibia, Sri Lanka, USA.

Verwendung


Keramischer Rohstoff für Isolatoren und Laborgeräte in der Industrie, kunstgewerbliche Objekte und Schmuck.

Fälschung und Imitationen


Fälschungen sind keine bekannt Verwechslungsmöglichkeiten: Azurit, Blauquarz, Lapislazuli, Sodalith

Literatur


Weblinks