Eudialyt

Eudialyt
Chemismus Na3(Ca,Fe)3 Zr[(OH,Cl)/(Si3O9)2] + Ce,K,La,Mn,Nb,Y
Mineralklasse Ringsilikate
Kristallsystem trigonal
Kristallklasse 3m, 3, 3m
Farbe braunrot / rosarot / gelbbraun
Strichfarbe weiß
Mohshärte 5 – 5,5
Dichte (g/cm³) 2,8 – 3,1 abhänig von der Zusammensetzung
Glanz
Transparenz durchscheinend bis undurchsichtig
Bruch muschelig uneben
Spaltbarkeit keine bis unvollkommen
Habitus
häufige Kristallflächen
Zwillingsbildung
Kristalloptik
Brechzahl
Doppelbrechung
(optische Orientierung)
Pleochroismus
Winkel/Dispersion
der optischen Achsen
weitere Eigenschaften
Phasenumwandlungen
Schmelzpunkt
chemisches Verhalten
ähnliche Minerale
Radioaktivität nicht radioaktiv
Magnetismus nicht magnetisch
besondere Kennzeichen
Bilder


Geschichte


Der Eudialyt verdankt seinen Namen dem Umstand, daß er sich schnell in Säuren auflöst (griech. eu = gut, dialytos = zersetzbar). Erst 1819 wurde er vom Göttinger Chemieprofessor Friedrich Strohmeyer beschrieben. In Lappland wird Eudialyt von den Ureinwohnern, den Saami, mythologisch als das „Blut der Saami“ verehrt.
Bildung und Fundorte


Eudialyt entsteht primär durch liquidmagmatische Bildung und findet sich meist in Ganggesteinen wie Syenit-Lamprophyr und Alkali-Pegmatiten. Vorkommen in Russland (Chibiny-Massiv, Halbinsel Kola), Norwegen, Schweden (Norra Kärr), Grönland, Madagaskar, Kanada (Mount St.Hilaire, Quebeck), USA.
Verwendung


Erst 1996 kam Eudialyt in erwähnenswerten Mengen in den Handel. Herstellung von Schmuck in geringen Mengen.
Fälschung und Imitationen


keine bekannt

Literatur


Weblinks