Falkenauge

Falkenauge
Chemismus SiO2 Siliciumdioxid + Na2(Mg,Fe,Al)5(OH/Si4O11)2
Mineralklasse Oxide
Kristallsystem (trigonal) fasrige Aggregate
Kristallklasse
Farbe blauschwarz, blaugrau bis blaugrün
Strichfarbe bleigrau
Mohshärte 6,5 – 7
Dichte (g/cm³) 2,64 – 2,71
Glanz Seidenglanz, Fettglanz
Transparenz undurchsichtig
Bruch fasrig
Spaltbarkeit keine
Habitus massige Aggregate
häufige Kristallflächen
Zwillingsbildung
Kristalloptik
Brechzahl
1,534-1,540
Doppelbrechung
(optische Orientierung)
keine
Pleochroismus
fehlt
Winkel/Dispersion
der optischen Achsen
keine
weitere Eigenschaften
Phasenumwandlungen
Schmelzpunkt
chemisches Verhalten empfindlich gegen Säuren
ähnliche Minerale Tigerauge, Tigereisen
Radioaktivität nicht radioaktiv
Magnetismus nicht magnetisch
besondere Kennzeichen Chatoyance
Bilder


Geschichte


Falkenauge verdankt seinen Namen der faserigen Struktur, welche im richtigen Schliff den wogenden Lichtschimmer (sog.Chatoyance oder Katzenauge) zeigt. Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde das Falkenauge zu anderen Mineralien mit Katzenaugen-Effekt abgegrenzt.

Bildung und Fundorte


Primäre Bildung durch die Verkieselung von Krokydolith-Fasern. Krokydolith (Hornblende), ein eisenreiches Asbestmineral, bidet sich als Spaltenfüllung in geschichteten Eisenerz-Lagerstätten. Die Krokydolith-Fasern werden durch das Eindringen hydrothermaler, kieselsäurereicher Lösungen im entstehenden Quarz eingebettet.

Hauptvorkommen in Südafrika und Westaustralien

Verwendung


Falkenauge ist als Schmuck in vielen Variationen im Handel.

Fälschung und Imitationen


Keine bekannt.

Literatur


Weblinks