Gagat

Gagat
Chemismus
Mineralklasse
Kristallsystem
Kristallklasse
Farbe tiefschwarz, dunkelbraun
Strichfarbe schwarzbraun
Mohshärte 2,5 – 4
Dichte (g/cm³) 1,19 – 1,35
Glanz
Transparenz undurchsichtig
Bruch muschlig
Spaltbarkeit keine
Habitus
häufige Kristallflächen
Zwillingsbildung
Kristalloptik
Brechzahl
1,640 – 1680
Doppelbrechung
(optische Orientierung)
keine
Pleochroismus
fehlt
Winkel/Dispersion
der optischen Achsen
keine
weitere Eigenschaften
Phasenumwandlungen
Schmelzpunkt
chemisches Verhalten
ähnliche Minerale
Radioaktivität
Magnetismus
besondere Kennzeichen
Bilder


Geschichte


Bildung und Fundorte


Gagat, auch „Pechkohle“ oder „Jett“. Der deutsche Name Gagat leitet sich von einer Fundstelle in der Nähe des Flusses Gagae in Lykien (Türkei) ab. Man nimmt an, daß auch die englische, wie die französische Bezeichnung Jett, bzw. Jais auf dieser Wortverwandschaft beruhen. Es ist eine bitumenreiche tiefschwarze Braunkohle mit geringem spezifischen Gewicht und samtartigem Fettglanz, der durch Politur noch gesteigert werden kann.

Verwendung


Gagat war schon in der Bronzezeit ein Schmuck- Heilstein und blieb bis zur ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sehr beliebt. Erst in den letzten jahrzehnten wurde er durch Onyx und Obsidian verdrängt. Als Heilstein erlebt gagat jedoch in jüngster Zeit wieder eine Renaissance.

Fälschung und Imitationen


Gagat wird manchmal durch Kunststoff- und Hartgummi- Imitate gefälscht, die mitunter nur durch eine mineralogisch-gemmologische Untersuchung identifizierbar sind. Glasimitate und Onyx sind dagegen durch die deutlichen Härteunterschiede (Glas 5,5; Onyx 7) leicht zu unterscheiden.

Literatur


Weblinks