Heliotrop

Heliotrop
Chemismus SiO2+Al,Fe,K,Mg,OH,Si
Mineralklasse Oxide
Kristallsystem trigonal
Kristallklasse
Farbe grün mit roten Punkten
Strichfarbe weiß
Mohshärte 6,5-7
Dichte (g/cm³) 2,58-2,64
Glanz Wachsglanz
Transparenz durchscheinend bis undurchsichtig
Bruch muschelig
Spaltbarkeit keine
Habitus kugelige radialstrahlige Aggregate
häufige Kristallflächen
Zwillingsbildung
Kristalloptik
Brechzahl
Doppelbrechung
(optische Orientierung)
Pleochroismus
fehlt
Winkel/Dispersion
der optischen Achsen
keine
weitere Eigenschaften
Phasenumwandlungen
Schmelzpunkt
chemisches Verhalten
ähnliche Minerale
Radioaktivität keine
Magnetismus
besondere Kennzeichen
Bilder


Geschichte


Heliotrop bedeutet auf griechisch Sonnenwender und bezeichnet eine hell-bis dunkelgrüne Chalcedon-Varietät (durch Hornblende), welche von roten Einsprenkelungen (Eisenoxid) durchzogen ist.

Synonyme sind Blutjaspis, doch Heliotrop ist im Gegensatz zu Jaspis von radialstrahliger Struktur, allerdings täuscht die Verbackung zu kugeligen Aggregaten den körnigen Aufbau des Jaspis vor. Heliotrop wird im englischen Sprachraum als bloodstone bezeichnet, hat mit dem Blutstein = Hämatit jedoch nichts zu tun. Ein weiteres Synonym ist Hildegardjaspis.

Bildung und Fundorte


Heliotrop entsteht sekundär. Allmählich austrocknende und eingedickte Kieselsäure aus Zerfalls- und Verwitterungsprozessen aus Boden und Gestein, erstarrt zu Chalcedon. Rotes Eisenoxid und grünes Magnesium-Eisen-Silikat durchdringen diese bereits eingedickte Kieselsäure – es entsteht Heliotrop.

Vorkommen in Australien, Brasilien, China, Indien und USA.

Verwendung


Kunstgewerbliche Gegenstände und Schmuckstein in zahlreichen Variationen.

Sternzeichen


Fisch, Waage, Krebs und Widder

Fälschung und Imitationen


keine bekannt

Literatur


Weblinks