Messing

Messing
Chemismus CuZn
Mineralklasse m3m
Kristallsystem kubisch
Kristallklasse
Farbe goldfarben glänzend aussehend
Strichfarbe messingbraun
Mohshärte
Dichte (g/cm³) ca. 8,4 g/cm³ CuZn37
Glanz
Transparenz nicht vorhanden
Bruch keinen
Spaltbarkeit keine
Habitus nicht bekannt
häufige Kristallflächen
Zwillingsbildung
Kristalloptik
Brechzahl
Doppelbrechung
(optische Orientierung)
Pleochroismus
Winkel/Dispersion
der optischen Achsen
weitere Eigenschaften
Phasenumwandlungen
Schmelzpunkt mit steigendem Zinkgehalt sinkend; ca. 900–925 °C
chemisches Verhalten
  • Elastizitätsmodul: 78 bis 123 GPa (kN/mm²)
  • Zugfestigkeit: 310 bis 460 MPa (N/mm²)
  • Dehngrenze: 120 bis 420 MPa (N/mm²)
  • Querkontraktionszahl: 0,37
  • Torsionsmodul: 37 GPa (kN/mm²)
  • Schallgeschwindigkeit in Messing: 3530 m/s (bei 18 °C)
ähnliche Minerale
Radioaktivität nicht radioaktiv
Magnetismus amagnetisch
besondere Kennzeichen
Bilder


Geschichte

Messing ist schon seit dem dritten Jahrtausend v. Chr. aus Assyrien und Babylonien bekannt. In Palästina wurde Messing um 1400 bis 1000 v. Chr. aller Wahrscheinlichkeit nach durch das Schmelzen von Kupfer unter dem Zusatz von so genanntem Zinkerz Galmei (Zinkcarbonat) produziert. Metallisches Zink stand bis Ende des 18. Jahrhunderts nicht zur Verfügung und die Legierung mit Kupfer war bis dahin nur unter Verwendung dieses Zinkerzes möglich.
Bildung und Fundorte


Je nach Mischungsverhältnis variiert die Farbe von goldorange (bei hohem Kupferanteil) bis hellgelb. Messing ist etwas härter als reines Kupfer, jedoch nicht so hart wie Bronze. Auffallend ist die Farbähnlichkeit zu Gold. Messing ist im Gegensatz zu Stahl- und Aluminiumlegierungen nicht durch Wärmebehandlung aushärtbar. Die Festigkeit kann nur durch geeignete Legierungswahl und durch mechanische Umformung (Walzen, Schmieden oder Ziehen in kaltem Zustand) gesteuert werden.

Verwendung


Noch heute wird Messing wegen seiner goldähnlichen Farbe für Verzierungen und Beschläge verwendet.

Sternzeichen


keine

Fälschung und Imitationen


Nicht bekannt

Literatur


Weblinks