Moosachat

Moosachat
Chemismus SiO2
Mineralklasse Oxide/Hydroxide
IV/D.01-10
Kristallsystem trigonal
Kristallklasse 32
Farbe farblos, hellblau mit grünen, bräunlichen Schlierern, Fäden und moosähnlichen Strukturen
Strichfarbe weiß
Mohshärte 6,5 – 7
Dichte (g/cm³) 2,58 – 2,64
Glanz Glasglanz
Transparenz durchscheinend
Bruch uneben
Spaltbarkeit keine
Habitus mikrokristalline, verschiedenfarbig gebänderte Aggregate
häufige Kristallflächen
Zwillingsbildung
Kristalloptik
Brechzahl
1,530 – 1,540
Doppelbrechung
(optische Orientierung)
0,004 – 0,009
Pleochroismus
fehlt
Winkel/Dispersion
der optischen Achsen
2vz ~
weitere Eigenschaften
Phasenumwandlungen
Schmelzpunkt
chemisches Verhalten in Fluorwasserstoffsäure löslich
ähnliche Minerale
Radioaktivität keine
Magnetismus keiner
besondere Kennzeichen
Bilder


Geschichte


Der Moosachat hat seinen Namen seinen schlierigen, moosähnlichen Einlagerungen aus grünen Magnesium-Eisen-Silikaten und schwararzen Mangandendriten zu verdanken. Aufgrung fehlender Bänderung (also kein Achat) wäre der Moosachat korrekt als Mooschalcedon bezeichnet.
Bildung und Fundorte


Moosachat bildet sich sekundär aus Kieselsäure, welche durch Verwitterungs-Prozesse aus Boden und Gestein freigesetzt wird und in in wässriger Lösung durchs Gestein sickert.Die Kieselsäure verdickt sich durch langsames Austrocknen. Die typischen Schlieren des Moosachats entstehen nun durch das Eindringen von eisen- und magnesiumhaltigen Lösungen in die Kieselsäure. Die Oxidation von Eisenbestandteile verursacht die roten und braunen Farbtöne.

Hauptvorkommen in Indien, Burma, China, Rußland

Verwendung


kunstgewerbliche Objekte und Schmuck
Fälschung und Imitationen


Nachbildungen mit Dubletten
Literatur


Weblinks