Opal

Opal
Chemismus SiO2*nH2O
Mineralklasse
Kristallsystem amorph
Kristallklasse amorph
Farbe höchst vielfältig, farblos oder milchig, grau, braun, rot, gelb
Strichfarbe weiß
Mohshärte 5,5-6,5 (je nach Wassergehalt: je mehr Wasser umso weicher)
Dichte (g/cm³) 1.9-2,5 g/cm3
Glanz Fettglanz
Transparenz durchscheinend bis undurchsichtig
Bruch muschelig, splittrig
Spaltbarkeit keine
Habitus
häufige Kristallflächen
Zwillingsbildung
Kristalloptik
Brechzahl
no = 1,5442
ne = 1,5533
Doppelbrechung
(optische Orientierung)
Δ = 0,0091 positiv
Pleochroismus
Winkel/Dispersion
der optischen Achsen
2vz ~ 0-10°
weitere Eigenschaften
Phasenumwandlungen
Schmelzpunkt
chemisches Verhalten
ähnliche Minerale andere Quarzvaritäten
Radioaktivität nicht radioaktiv
Magnetismus nicht magnetisch
besondere Kennzeichen opaleszierendes Farbspiel
Bilder


Geschichte

Coober Pedy ist die grosse Minenstadt mit Zukunft. Es wurde eben erst neue Vorkommen gefunden, die nun ausgebeutet werden können. der Fels hier ist weicher als in Mintabie.

Ortseingang Coober Pedy


In Coober Pedy befinden sich die ergiebigsten Opalfelder der Welt. Produziert wird hier hauptsächlich der helle Opal (auch Weissopal genannt). Seit der Entdeckung des Opals und der Registrierung des ersten Claims 1915 hat Coober Pedy rund 80% der Weltproduktion gefördert.

  

Neben den bekannten Opalfelder bei Coober Pedy sind noch andere Opalgebiete in Südaustralien wichtig, die entweder eine historische Vergangenheit haben, immer noch ergiebig sind oder neu erschlossen wurden. Es sind dies: White Cliffs, Andamooka mit White Damm, Mintabie und Lambina. In diesen Gebieten ist vorwiegend der helle Opal aber auch der Top Kristallopal zuhause.

Tagebau wird betrieben, wenn sich die Opalschicht nicht zu tief unter der Oberfläche befindet (ist eine Kostenfrage). Der Unterschied zum Untertagebau besteht darin, dass das Gestein mittels riesigen Baggern und Trucks bis zum Opallevel ausgebaggert oder abgeschoben wird.Der Tagbau wird vorwiegend in Queensland beim Boulderopalmining eingesetzt. Die dabei gefundenen Boulders (kleinere oder grössere Felsblöcke) werden mit einem schweren Hammers geteilt.

Die moderne Opalgewinnung im Untertagebau unterscheidet sich grundlegend dadurch, dass schon für die Suche nach Opal mobile Bohrtürme eingesetzt werden. Ist man fündig geworden, werden mit grossen, auf Lastwagen montierten Bohrmaschinen Einstiegs- schächte mit rund 1 m Durchmesser erstellt. Ab dem Opallevel in ca. 5 bis 40 m Tiefe wird mit elektrisch angetriebenen Pneumatikbaggern der Horizontal- schacht in das Gestein getrieben. Das lockere Gestein wird mittels Korblift oder Saugvorrichtung direkt in Lastwagen befördert, um anschliessend getrommelt oder in abgeänderten Betonmischern gewaschen zu werden.

  

Bildung und Fundorte


Andenopal

Der Andenopal gehört zur Familie der opalen Quarze. Wie der Name schon sagt wird dieser Opal nur in den Anden von Peru gefunden. Entstanden sind diese Opale, welche nur entfernt verwandt mit den Edel- oder Feueropalen sind, durch Spaltenfüllung flüssiger, mineralreicher Lösungen vor Millionen von Jahren. In Peru wird dieser Stein noch heute als Schutz- und Heilstein verehrt und zu Schmuck verarbeitet.

Wie kann Opal entstehen und warum Opale Feuer sprühen
Im Artesischen Becken bildeten sich durch den Wechsel von Trockenheit und Feuchtperioden Mergelschichten und Konglomeratbänke, deren Erosion, Faltung und Festigung vor 135 – 70 Mio. Jahren entstanden sind. Nach der herkömmlichen Theorie, sickerte Wasser durch Spalten und Ritzen von verwitterten Sedimentsgesteinen (Feldspat/Kaolinit, Sandsteinschichten) und reicherte sich dabei mit Kieselsäure an. Im Laufe der Zeit sammelten sich die Abscheidungen auf undurchlässigen Schichten und das Wasser der Säure verdunstete. Durch die Verdunstung verdichtete sich die Kieselsäure zunächst und ein amorphes Gel (SiO2 nH2O Siliziumdioxid Grundgefüge ohne erkennbare Kristallstruktur, d.h. formlos) entsteht, mit immer noch ca. 6 – 18 % Wasser. Durch die Wechselwirkung von Anreicherung und Verdunstung bilden sich Tridymit- oder Cristobalitkügelchen. Erste Kugeln unterschiedlicher Grösse setzen sich am Grund ab und führen zu dünnen Schichten (genannt Potch in der Opal-Fachsprache). Erst durch die Entstehung von geometrisch regelmässig angeordneten Kugeln gleicher Grösse von 0.15 – 0.35 u in Schichten und enger Packung wird Edelopal gebildet. Nach den neuesten Erkenntnissen, dauert die Opalbildung bis zur Stabilität selbst in viel kürzerer Zeit als bisher angenommen wurde durch den äußerst selektiven Prozess eines Ionenausttauschs mit Nukleus, Elektrolyt und Wasser (Theorie nach Len Cram). Interessant bei der Opalbildung ist, das sich die Opalkügelchen in der Grösse von unten nach oben bilden, d.h. die grössten Kügelchen befinden sich immer an der tiefsten Stelle des Opalträgers.

Farbenspiel
Die Opalsubstanz ist an für sich farblos und nur durch Spurenelemente gefärbt. Das besondere Farbenspiel des Opals beruht auf Lichtbeugung an einem periodischen Raumgitter. D.h., wenn Licht auf die besondere Anordnung der Opalstruktur trifft, wird es gebeugt und in seine Spektralfarben aufgespalten. Die Farbzerlegung erfolgt durch die unterschiedlichen Kugelgrössen bezw. deren Zwischenräume. Zum Beispiel Kugeln mit 0.15 u Durchmesser führen zum blauen Farbenspiel der Opale, welches am häufigsten zu finden ist. Kugeln mit 0.35 u Durchmesser führen zum roten Farbenspiel, das im Opal selten vorkommt.

Opale sind sehr selten, sodaß an einen industriellen Abbau gar nicht zu denken ist. Obwohl man Opale auf nahezu jedem Kontinent finden kann, kommen trotzdem etwa 96% der Opale aus Australien. Dort wurde 1849 die ersten Opalbrocken auf einer australischen Rinderstation namens Tarravilla entdeckt. Die restlichen etwa 4% stammen aus Edelsteinminen in Mexiko und im Norden Brasiliens sowie in den US-Staaten Idaho und Nevada und neuerdings auch in Äthiopien und im westafrikanischen Land Mali.

Varietäten der Gemeinen oder Gewöhnlichen Opale
Andenopal Gewöhnlicher Opal, milchig-trübe Varietät aus Peru
Blauer Opal Gewöhnlicher Opal, chalcedonblau bis dunkelblau
Chrysopal Gewöhnlicher Opal,durch Kupfer blaugrün gefärbte Andenopal – Varietät
Chloropal Gewöhnlicher Opal, grün bis brauner Opal, Gemenge aus Opal und Nontronit
Hyalith, Glasopal Gewöhnlicher Opal, glasklarer Opal
Honigopal, Goldopal Gewöhnlicher Opal, goldgelber Opal
Grüner Opal Gewöhnlicher Opal, nickel- und chlorithaltige Variante
Jaspopal, Opaljaspis Gewöhnlicher Opal, durch Eisenocid rot gefärbt
Kascholong Gewöhnlicher Opal, porzellanartig-poröse, durchscheinende Varietät
Pinkopal Gewöhnlicher Opal, durch Mangan rosa gefärbte Andenopal – Varietät
Prasopal Gewöhnlicher Opal, durch Nickel grün gefärbte Varietät

 

Edelopal
Harlekinopal Edelopal mit Schachbrettartigen Farbflecken
Hydrophan, Weltauge Edelopal-Varietät, die nur nach Wasseraufnahme Farbenspiel zeigt
Katzenauge Edelopal mit Chatoyance durch eingelagerten Asbest
Leoparden – Opal Edelopal, kleine opalgefüllte Bläschen in Basalt
Matrixopal Edelopal mit Muttergestein
Opalmatrix, Opalmutter Edelopal Muttergestein mit zahlreichen feinen Opal-Einschlüssen
Rolling Flash Edelopal mit Lichtband, das über die Cabochon – Oberfläche „rollt“
Yawah-Nuß Edelopal feine Matrixopale aus Yowah, Australien
Verwendung


Opal ist ein klassischer Schmuckstein. Er wird überwiegend als Cabochon geschliffen und ist vor allem in Asien einer der beliebtesten Edelsteine.

Fälschung und Imitationen


Bei Edelopal sind Fälschungen an der Tagesordnung. Es wird gefärbt und imprägniert, um die Körperfarbe abzudunkeln, mit Epoxyharz rekonstruiert, um aus vielen kleinen einen größeren Stein zu basteln, imitiert und synthetisiert. Gerade auch die Matrixopale, die in jungerer Zeit immer beliebter werden, sind heutzutage fast ausschließlich gefärbt. Beliebt sind bei Edelopalen auch zusammengesetzte Steine, wie Dubletten und Tripletten, die wenig oder gar keinen Opal enthalten. Bei Dubletten besteht immerhin das Oberteil aus Edelopal, nur das Unterteil ist irgendetwas Schwarzes. Bei Tripletten besteht das Oberteil aus Quarz oder Glas, das Mittelteil aus Edelopal, Synthesen oder Imitationen und das Unterteil ebenfalls aus irgendeinem schwarzen Material. Dubletten und Tripletten erkennt man an einem dunklen Schatten, der bei seitlicher beleuchtung im Stein auftritt, alle anderen Fälschungen sind nur durch gemmologische Untersuchungen erkennbar.

Literatur


Weblinks