Peridot / Olivin

Olivin / Peridot
Chemismus (Mg,Mn,Fe)2[SiO4]
Mineralklasse Inselsilikate (Nesosilikate)
siehe Einzelminerale (nach Strunz)
siehe Einzelminerale (nach Dana)
Kristallsystem orthorhombisch
Kristallklasse orthorhombisch-dipyramidal 2/m2/m2/m (D2h)
Farbe goldgrün, gelbbraun bis schwarz
Strichfarbe weiß
Mohshärte 6,5 bis 7
Dichte (g/cm³) 3,2 bis 4,4
Glanz Glasglanz bis Fettglanz
Transparenz durchsichtig bis durchscheinend
Bruch muschelig, spröd
Spaltbarkeit gut nach {001}, deutlich nach {010}
Habitus prismatisch, dicktafelig
häufige Kristallflächen {110}, {120} in Kombination mit {021}, {101}, {111} u. {010}
Zwillingsbildung
Kristalloptik
Brechzahl
α=1,630-1,650 β=1,650-1,670 γ=1,670-1,690
Doppelbrechung
(optische Orientierung)
Δ=0,040 ; zweiachsig positiv
Pleochroismus
Winkel/Dispersion
der optischen Achsen
2vz ~
weitere Eigenschaften
Phasenumwandlungen
Schmelzpunkt
chemisches Verhalten
ähnliche Minerale Tephroit, Laihunit, Liebenbergit, Monticellit, Kirschsteinit, Glauchroit
Radioaktivität nicht radioaktiv
Magnetismus nicht magnetisch
besondere Kennzeichen
Bilder


Geschichte


Der Name Olivin kommt von dem lateinischen oliva = Olive, das Synonym Chrysolith leitet sich ab aus der griechischen Bezeichnung chrysos lithos = Goldstein. Der Name Peridot kommt aud dem Französischen und bezeichnet hauptsächlich die schleifwürdigen Qualitäten. Peridot wurde schon vor 3500 Jahren auf der Insel Zebirget im roten Meer abgebaut, Kreuzfahrer brachten ihn später nach Mitteleuropa. Er wurde oft für kirchliche Zwecke verwendet und war einer der Lieblingssteine des Barocks.
Bildung und Fundorte


Olivin entsteht primär durch liquidmagmatische Bildung aus basischem Magma wie Gabbro oder Peridotit. Olivine sind die häufigsten Silikate und gesteinbildenden Minerale des oberen Erdmantels. Olivin kann auch durch Metamorphose als Forsterit aus dolomitreichem Kalksteinen entstehen, umgekehrt bildet sich durch Verwitterungs-prozesse und Anreicherung mit mineralreichen hydrothermalen Lösungen aus Olivin Serpentin. Olivin kommt auch in den meisten Chlondriten und Stein-Eisen-Meteoriten vor.

Die Hauptvorkommen liegen in Arizona/USA, Australien, Birma, Brasilien, China, Pakistan, Sri Lanka, Südafrika, Tansania.

Verwendung


Schleifwürdiger Peridot ist jeher ein beliebter Schmuckstein. Nicht schleifwürdige Olivine dienen zur Herstellung feuerfester Forsteritziegel und hitzebeständiger Gläser. Olivin eignet sich bei Holzvergasungsprozessen als Katalysator.
Fälschung und Imitationen


Dunkler Peridot läßt sich durch Brennen aufhellen. Imitationen gibt es aus Glas, synthetischem Korund und Spinell.
Literatur


Weblinks