Perle

Perle
Chemismus Calcium – Carbonat + organische Substanz + Wasser
Mineralklasse  
Kristalle mikrokristalle (orthorhombisch)
Kristallklasse
Farbe weiß, rosa, silber, creme, goldfarbig, grün, blau, schwarz
Strichfarbe weiß
Mohshärte 2,5 – 4,5
Dichte (g/cm³) 2,60 – 2,85
Glanz
Transparenz durchscheinend, undurchsichtig
Bruch uneben
Spaltbarkeit keine
Habitus
häufige Kristallflächen
Zwillingsbildung
Kristalloptik
Brechzahl
1,52 – 1,66 schwarz : 1,53 – 1,69
Doppelbrechung
(optische Orientierung)
-0,156
Pleochroismus
fehlt
Winkel/Dispersion
der optischen Achsen
keine
weitere Eigenschaften
Phasenumwandlungen
Schmelzpunkt
chemisches Verhalten
ähnliche Minerale
Radioaktivität
Magnetismus
besondere Kennzeichen
Bilder


Geschichte


Echte Perlen: Unter Echten Perlen verstehen wir die in der Natur, ohne Zutun des Menschen, sowohl im Meer als auch im Süßwasser entstandenen Perlen. Sie werden ebenso auch als Naturperlen bezeichnet.

Perlen zählen zu den wertvollsten Edelsteinen. Sie dienen dem Menschen seit 6000 Jahren als Schmuck. Schon 2500 v. Chr. gab es in China regelrechten Perlenhandel. Sie sind auch deshalb so beliet weil sie keine Bearbeitung benötigen. Den begehrten Lüster bzw. Glanz zeigen die Perlen am besten im Naturzustand.

Bildung und Fundorte


Perlen bilden sich in Meeresmuscheln, einigen Süßwassermuscheln und auch in Schnecken. Sie entstehen als Ergebnis einer Reaktion gegenüber Fremdkörpern, die zwischen Muschelschale und Mantel oder sogar im inneren des Mantels eingedrungen sind. Es wird dabei eine Art lokale Entzündung hervorgerufne mit der Folge, das die Muschel bzw. Schnecke das normalerweise zum Schalenaufbau verwendete Perlmutt rund um den eingedrungenen Fremdkörper abscheidet, ihn also einkapselt und so Schicht um Schicht die Perle bildet.

Birma, Japan, Australien, dem Golf von Mecico, Persischer Golf, Sri Lanka und Polynesien

Verwendung


Der richtige Umgang und die richtige Pflege von Perlenschmuck!

Damit Sie an Ihrem Perlenschmuck lange Freude haben, empfehlen wir Ihnen die 9 goldenen Regeln für den Umgang mit Ihrem kostbaren Naturprodukt.

1. Perlen sind weicher als Edelmetalle, insbesondere Edelsteine, und können durch andere Schmuckstücke schnell zerkratzt werden. Bewahren Sie deshalb Ihre Perlen getrennt in Schmuckbeuteln oder gepolsterten Etuis auf.

2. Wenn Sie Ihren Perlenschmuck erst nach dem Frisieren und Schminken auftragen, verhindern Sie direkten Kontakt zu Kosmetika. Viele Hautcremes, Deodorants, Parfüm, Haarsprays, Seifen und Shampoos enthalten Fette und Säuren welche die Oberfläche Ihrer Perlen angreifen können.

3. Nach dem Tragen danken es Ihnen Ihre Perlen, wenn Sie sie mit einem feuchten Mirkofasertuch abreiben um evtl. Schweiß- und Schmutzreste zu entfernen.

4. Auch wenn im Schwimmbad die Perlenkette bezaubernd wirkt – Schwimmbecken enthalten eine Reihen von chemischen Substanzen. In diesem Falle sollten Sie auf günstigen Modeschmuck ausweichen.

5. Vorsicht bei der täglichen Hausarbeit – vermeiden Sie unbedingt den Kontakt mit Putzmitteln, die Chlor oder andere Bleichmittel enthalten.

6. Gönnen Sie Ihrem Perlenschmuck ca. 3 – 4 mal im Jahr 15 – 20 Minuten lang ein lauwarmes Bad. Geben Sie ein paar Tropfen eines milden Spülmittels hinzu und entfernen Sie alle Verunreinigungen. Spülen Sie den Schmuck danach mit klarem Wasser ab.

7. Anschließend legen Sie die Perlen für mindestens 24 Stunden auf einem weichen Tuch bei Zimmertemperatur zum Trocknen aus.

8. Um den Glanz zu erhalten, können Sie Ihre Perlen alle 2-3 Jahre mit etwas Olivenöl vorsichtig einreiben.

9. Perlfäden verschleißen im Gebrauch durch Reibung an den Perlen. Deshalb müssen sie von Zeit zu Zeit erneuert werden, möglichst bevor sie zerreißen. Wann es soweit ist, lässt sich schwer voraussagen. Bei selten getragenen Ketten können es zehn Jahre sein, bei Dauergebrauch vielleicht ein Jahr. Am sichersten ist es, Sie bringen Ihr Schmuckstück regelmäßig zum Fachmann, dann können Sie sicher sein, dass Sie lange Freude an dem „Wunder der Natur“ haben.

Sternzeichen


Zwillinge Krebs Steinbock Fische

Fälschung und Imitationen


Naturperlen können in erster Linie mit Zuchtperlen verwechselt werden. Perlen können in beliebigen Farben erzeugt werden. Die Perlen werden mit Wasserstoffperoxid gebeleicht um anschließend in der gewünschten Farbe gefärbt zu werden. Durch Bestrahlung enstehen blaue Farben. Imitationen werden oft aus Calcit, Glas, Kunststoff, Muscheln Schnecken und Zhänen hergestellt.

Literatur


Weblinks