Silber

Silber
Name, Symbol, Ordnungszahl Silber, Ag, 47
Serie Übergangsmetalle
Gruppe, Periode, Block 11, 5, d
Aussehen weißglänzend, metallisch
CAS-Nummer 7440-22-4
ATC-Code D08AL30
Massenanteil an der Erdhülle 1 · 10−5 %
Atommasse 107,8682 u
Atomradius (berechnet) 160 (165) pm
Kovalenter Radius 153 pm
Van-der-Waals-Radius 172 pm
Elektronenkonfiguration [Kr]4d105s1
Elektronen pro Energieniveau 2, 8, 18, 18, 1
Austrittsarbeit 4,3 eV
1. Ionisierungsenergie 731,0 kJ/mol
2. Ionisierungsenergie 2070 kJ/mol
3. Ionisierungsenergie 3361 kJ/mol
Mohshärte 2,5
Magnetismus diamagnetisch
Schmelzpunkt 1234,93 K (961,78 °C)
Siedepunkt 2435 K (2162 °C)
Molares Volumen 10,27 · 10−6 m3/mol
Verdampfungswärme 250,58 kJ/mol
Schmelzwärme 11,3 kJ/mol
Dampfdruck 0,34 Pa bei 1234 K
Schallgeschwindigkeit ~3600 (long.), ~1600 (trans.)
m/s bei 293,15 K
Spezifische Wärmekapazität 232 J/(kg · K)
Elektrische Leitfähigkeit 62 · 106 S/m
Wärmeleitfähigkeit 429 W/(m · K)
Kristalloptik
Brechzahl
Doppelbrechung
(optische Orientierung)
Pleochroismus
Winkel/Dispersion
der optischen Achsen
weitere Eigenschaften
Phasenumwandlungen
Schmelzpunkt
chemisches Verhalten
ähnliche Minerale
Radioaktivität
besondere Kennzeichen
Bilder


Geschichte


Silber wird von Menschen etwa seit dem 5. Jahrtausend v. Chr. verarbeitet. Es wurde zum Beispiel von den Assyrern, den Goten, den Griechen, den Römern, den Ägyptern und den Germanen benutzt. Zeitweise galt es als wertvoller als Gold. Das Silber stammte meistens aus den Minen in Laurion, die etwa 50 Kilometer südlich von Athen lagen. Bei den alten Ägyptern war Silber als Mondmetall bekannt.

Der Ursprung des Wortes Silber ist unklar. Vermutlich stammt es von assyrisch sarpu und gelangte von dort über Thrakien in den slawischen und germanischen Sprachraum. Die Germanen bezeichneten das helle Metall dann als silabra, woraus im Mittelhochdeutschen Silber entstand. Gleichbedeutend ist auch das aus dem Latein stammende Synonym Argentum, das auf griechisch argyros = weiß metallisch zurückgeht.

Bildung und Fundorte


Silber wird in der Natur gediegen gefunden. Gediegenes Silber entsteht überwiegend sekundär durch die Auflösung von Silbererzen, meist Sulfieden, in der Oxidationszone von Silbererzlagerstätten und die anschließende Ausfällung des reinen gediegenen Silbers durch Reduktonsprozesse in der Zementationszone unterhalb des Grundwasserspiegels.

Mexiko, Peru, Australien, Polen, Kanada, USA, China, Chile, Russland, Kasachstan, Türkei, Bolivien, Schweden, Marokko, Indonesien, Argentinien, Südafrika, Japan, Griechenland, Papua-Neuguinea

Verwendung


Silber ist ein wichtiges Edelmetall und seit Jahrtausenden schon Zahlungsmittel (vom Silbertaler stammt der Dollar ebenso wie das Pfund Sterling). Heute ist es Rohstoff für die Fotografie, Elektrotechnik, Geräte – und Spiegelherstellung, Medizin und Schmuckverarbeitung.

Silber ist mit vielen Metallen legierbar. Gut legieren lässt es sich mit Gold, Kupfer oder Palladium (ein Palladiumgehalt von 20 bis 30 % macht das Silber anlaufbeständig). In begrenztem Umfang lässt sich Silber mit Chrom, Mangan oder Nickel legieren. Legieren erhöht zumeist die Härte des Silbers. Mit Cobalt oder Eisen lässt es sich nicht legieren.

Pflege


Pflegeanleitung und Tipps zu unserem Silberschmuck

Pflege von Silberschmuck
Silberschmuck, den sie von uns beziehen, ist immer aus echtem Silber.
Man nennt dies auch Sterling Silber, oder 9 2 5 Silber.
Das bedeutet dass in unserem Silberschmuck 92,5% Silberanteil enthalten ist, die restlichen Anteile sind Kupfer und andere Materialien die den Silberschmuck härter und auch widerstandsfähiger machen. Der Name Sterlingssilber wurde 1904 in England festgelegt. Seitdem gibt es die Qualitätsbezeichnung 9 2 5 Sterlingssilber.
Obwohl unsere Silberschmuck-Stücke Anlauf geschützt sind können diese oxidieren. Silber läuft an und bekommt eine Patina. Dies passiert werden ist Silber in Kontakt mit Luft oder genauer gesagt in Kontakt mit dem in der Luft enthaltenen Schwefelwasserstoff kommt. Ein Anlauf geschütztes Silber-Schmuckstück wird auch anlaufen, allerdings passiert dies durch den Anlaufschutz wesentlich später. Das anlaufen kann allerdings nicht verhindert werden durch einen einfachen Anlaufschutz. Wir empfehlen Ihnen, Ihren Silberschmuck nachzutragen kurz mit einem Baumwolletuch abzureiben bevor sie ihn in eine Schublade legen. Noch besser ist es, Silberschmuck luftdicht zu verpacken, um einanlaufen zu verhindern.
Sind in den Silberschmuck-Stück auch Edelsteine verarbeitet, sollten Sie für die Reinigung bestenfalls ein spezielles Silberschmuck-Putztuch nutzen.
Um einen totalen Anlaufschutz für Silberschmuck zu gewährleisten kann man den Schmuck rhodinieren. Rhodiniertes Silber ist wirklich Anlauf geschützt – allerdings fehlt routinierten Silber eher typische und begehrte silberne Glanz. Mancher Goldschmied empfiehlt seinen Kunden auch die Aufbewahrung von Silberschmuck in einem luftdicht abschließbaren Plastikbeutel zusammen mit einem kleinen Stück Alu Folie.
Zur Reinigung von Silberschmuck spezielle, bereits erwähnte, Silberschmuck-Putztücher. Sind keine Edelsteine in dem Schmuckstück gearbeitet und gibt es auch keine absichtlich geschwärzt werden Stellen in dem Schmuckstück, dann kann es auch in ein Silbertauchbad gelegt werden. Für Perlen-Schmuck gibt es spezielle Perlenbäder. Wir empfehlen, echte Perlen und natürlich auch echte sucht Perlen nicht beim Baden oder duschen zu tragen, und auch den Perlenschmuck des Nachts abzulegen.
Sind in den Silberschmuck synthetische Steine gefasst, werden dafür meist Zirkonia Steine genutzt. Sekundär Steine sind sehr robust und widerstandsfähig und können bedenkenlos auch in einem Silberschmuck-Tauchbad gereinigt werden. Schöne an echtem Silber ist auch, dass es eine Art eigene Lebendigkeit hat, nämlich eben dieses Anlaufen. Deshalb tendiere ich mehr und mehr dazu, beim Verkauf von Silberschmuck die unterschiedliche Patina eher zu betonen und als Schönheitsmerkmal darzustellen, als zu lamentieren und zu jammern, dass das Silber eben regelmäßig geputzt werden muss.

Fälschung und Imitationen


Fälschung von gediegenem Silber sind nicht bekannt.

Literatur


Weblinks