Ulexit

Ulexit
Chemismus NaCa[B5O6 (OH)6].5H2O
Mineralklasse Borate
Kristallsystem triklin
Kristallklasse triklin-pinkoidal
Farbe farblos, weiß,grau
Strichfarbe weiß
Mohshärte 1,5-2,5
Dichte (g/cm³) 1,9-2.0
Glanz Glasglanz , Seidenglanz
Transparenz durchsichtig bis durchscheinend
Bruch uneben
Spaltbarkeit vollkommen
Habitus prismatische, radialstrahlige und nadelige Kristalle; massige, körnige Aggregate
häufige Kristallflächen
Zwillingsbildung
Kristalloptik
Brechzahl
alpha 1,491– 1,496; beta 1,504 – 1,506 : gamma 1,519 – 1,520
Doppelbrechung
(optische Orientierung)
delta = 0,028 ; zweiachsig positiv
Pleochroismus
fehlt
Winkel/Dispersion
der optischen Achsen
weitere Eigenschaften
Phasenumwandlungen
Schmelzpunkt
chemisches Verhalten
ähnliche Minerale
Radioaktivität
Magnetismus
besondere Kennzeichen
Bilder


Geschichte


Der Name wurde 1849 durch J.D.Dana nach Georg Ludwig Ulex verliehen. Der Hamburger Chemiker hatte den Ulexit bis dahin als Boronatrocalcit geführt. Später entstanden Bezeichnungen wie TV-Stein, Fernsehstein, bzw. Televisionstone – alle bezogen sich auf seinen Lichtleitungseffekt bei parallelfaserigen Stücken.

Bildung und Fundorte


Entstehung sekundär durch sedimentären Ausfall im Bodenschlamm von Borax- und Salzseen, aber auch in Salzsümpfen. Bei Vorhandensein von Konensationskeimen kristallisiert das Mineral aus der Lösung in einer bevorzugten Richtung. Begleitende Minerale sind andere Boratmineralien wie Borax, Steinsalz und Soda.

Obwohl Ulexit ein trikline Kristallstruktur besitzt, bildet er selten nadelige, radialstrahlige Kristalle, es überwiegen faserige bis massige Aggregate, häufig parallelfaseriger Art. Er ist weiß bis grau, bei Cabochons zeigt zeigt sich durch den typisch faserigen Aufbau Chatoyance. Durch Glattschleifen der Flächen senkrecht zu den parallelen Fasern werden untergelegte Bilder oder Texte an die Oberfläche projeziert.

Funorte: Jujuy und Salta (Argentinien), Potosi (Bolivien), Coquimbo (Chile), Quinghai und Tibet (China), Hessen, Saarland, Thüringen (Deutschland), Zandschan (Iran), Nova Scotia (Kanada), Atyrau (Kasachstan), Labrador, New Brunswick (Neufundland), Arequipa (Peru), Serbien, Türkei, Kalifornien, Nevada, Oklahoma und Oregon (USA).

Verwendung


Ulexit ist ein wichtiges Erz zur Borgewinnung. Als Schmuckstein im Cabochonschliff. Aufgrund seiner geringen Härte kann er durch Laugen, Säuren, heißes Wasser und Ultraschall leicht Schaden nehmen.
Fälschung und Imitationen
Lediglich Glasfasersteine können ähnlich erscheinen.


 

 

 

Literatur


Weblinks